20.03.06|Santiago (Chile)    
Nun ist es also so gut wie geschafft oder leider vorbei, wie man´s nimmt. Der letzte Tag meiner Reise ist angebrochen, d.h. ich werde morgen Frueh wieder Richtung Deutschland fliegen, wo ich am 22.3. in DD ankommen werde. 
Die letzten drei Tage hier in Santiago waren nochmal ein super Abschluss. Ich habe nette Leute kennengelernt und wir hatten jeden Tag und Abend ne Menge Spass. Fuer mich persoenlich wars natuerlich auch insofern cool, weil wir 2 Tage hintereinander in einer klasse Reggae- und Dancehall-Disco waren, die mich an die gute alte Katys Garage in DD-Neustadt erinnert hat, wo es Donnerstag, wenn ich zurueck komme, bestimmt auch erstmal hingehen wird.
Muss ehrlich sagen, dass es Zeit wird, wieder zurueckzufliegen und wiedermal etwas produktives zu tun (mein Chef wird dies gerne lesen! ;-)). Haette nicht gedacht, dass ich das mal sagen wuerde, aber nu´ ist genug herumgereist und ich will nach Hause. Freue mich auf jeden Fall, dass es Leute gab, die mein Tagebuch verfolgt haben und ich auch mal ab und zu was in meinem Gaestebuch lesen durfte.
Bis bald oder hasta pronto, Thomas 

16.03.06|Französisch Polynesien    

Ja, so langsam naehert sich meine kleine Reise dem Ende, das ist also so ziemlich der letzte bzw vorletzte Eintrag.
Und einen der schoensten Orte hatte ich mir bis zum Schluss aufgehoben, naemlich Tahiti und seine umliegenden Inseln, auch franzoesisch Polynesien genannt. Am 5.3. bin ich also von der Osterinsel nach Tahiti geflogen, was nochmal ca. 4200 Kilometer in Richtung Neuseeland und der Datumsgrenze waren. Hier musste ich gleich erstmal lernen, dass das Paradies ziemlich teuer ist, das geht von der Unterkunft bis zum Essen, aber was solls, man ist nur einmal hier. Fand Tahiti an sich nicht so berauschend und entschloss mich, gleich am naechsten Tag einen Airpass von Air Tahiti zu kaufen, um 4 anderen Inseln mit den schoenen Namen Rajatea, Huahine, Bora Bora und Moorea einen kleinen Besuch abzustatten.
Ich hatte jeweils 2 Tage auf jeder Insel und verbrachte die Zeit hauptsaechlich damit, um die Inseln zu laufen bzw. zu radeln (einfach traumhafte Radtouren, siehe Bilder!), zu schnorcheln oder in den Lagunen zu paddeln. Auf Bora Bora machte ich einen Ausflug zur Lagune, was schnorcheln mit Haien (hab auch Beweisvideo!) und den Besuch des Lagoonariums einschloss, wo man sich die Fische nochmal aus naechster Naehe anschauen konnte. Haette mir gern nochmal einen Buggy ausgeliehen, aber leider fings gerade dann an zu regnen. Jede dieser Inseln war wunderschoen, aber Bora Bora bzw. ihre Lagune wird nicht umsonst die schoenste Lagune der Welt genannt. Nach 8 traumhaften Tagen flog ich am 15.3. wieder zurueck nach Tahiti, von wo ich meinen Rueckflug nach Santiago de Chile hatte, und zwar 0:30 Uhr. Die 13 Stunden Wartezeit verbrachte ich noch einmal in Papeete. Nach 11 Stunden Flugzeit kam ich 18 Uhr Ortszeit in Santiago an, wo ich die letzten Tage meiner Reise verbringen werde.
Vielleicht gibt es ja von den Tagen hier noch einmal etwas zu berichten.
Gruesse ins immernoch verschneite Deutschland, ich bring Sonne mit! 



05.03.06|Osterinsel (Chile)    
ja, es wird wiedermal Zeit, etwas zu schreiben. Mittlerweile war ich nach Santiago de Chile geflogen, um von dort zum Nabel der Welt zu fliegen, naemlich zu der Osterinsel mit Rapa Nui als einzigem Ort. Am 1.3. gings also mit dem Flieger 3700 Kilomter in den Pazifik nach Rapa Nui auf der Osterinsel, wo ca. 4000 Menschen leben.
Diese Insel wird als isoliertester Ort der Welt bezeichnet und das mit Recht, wenn man sich mal auf dem Globus anschaut, wo das liegt. Die Leute sind hier aber oberstolz und bezeichnen sich las Nabel der Welt. Die Osterinsel ist ein recht ruhiger und relaxter Ort und man verbringt die Zeit damit, sich die ganzen Moais anzuschauen, die die Ureinwohner vor ca. 1000 Jahren aus dem Vulkangestein geschlagen und an alle Teile der Insel transportiert haben. Wie sie das gemacht haben, darueber gibt es viele Theorien. Fakt ist, dass sie sich irgendwann alle die Koepfe eingeschlagen haben und einen neuen Kult entwickelt haben, naemlich den des Vogelmannes. Dazu wurde derjenige gekroent, der als erster ein Vogelei von der Nachbarinsel (siehe Foto) schwimmenderweise geholt hat. Der war dann Chef aller.
Spaeter wurden dann ca 2000 Menschen als Sklaven verschleppt, von denen nur 11 wiederkamen, aber mit solchen Seuchen wie TBC, mit der die uebriggebliebenen Inselbewohner angesteckt wurden. Uebrig blieben sage und schreibe 111 Personen von ehemals 10000 in der Bluetezeit.
Tja, und nun kenne ich mich recht gut in der Geschichte dieser Insel aus und werde mich heute Abend noch weiter von Europa entfernen, indem ich nach Tahiti fliege. Von dort werde ich mich wieder melden, liebe noch lesende Gemeinde.
Viele Gruesse, Euer Thomas  

14.02.06|Asuncion/Encarnacion (Paraguay)    
Ich hatte ja vor ein paar Wochen schonmal einen Abstecher nach Paraguay nach Ciudad del Este gemacht, als ich mit meinen Eltern bei den Wasserfaellen in Brasilien war. Diese Stadt ist haesslich und dreckig und gab mir ein chaotisches Bild von Paraguay. Das sollte aber nicht alles von Paraguay gewesen sein, was ich gesehen habe, so dachte ich mir. Also war ich nach Asuncion gefahren.
Diese Stadt sieht schon bedeutend besser aus und die Leute sind auch viel freundlicher. Krass sind nur die Gegensaetze, die hier extrem zu Tage treten. Waehrend auf der Haupteinkaufsstrasse ein Benz nach dem anderen vorbeirollt, braucht man nur 3 Blocks Richtung Flussufer zu laufen, um wirkliche Armut zu sehen (gleich hinter dem Palast)! Es gibt hier allgemein viele Deutsche, die steinreich sind, einige sind nach dem 2.Weltkrieg hierher gekommen. Unter anderem war Arzt Mengele ein guter Freund des deutschstaemmigen Expraesidenten Stroessner, der mit harter Hand das Land regiert hat, aber immernoch sehr verehrt wird. In Asuncion blieb ich ueber das Wochenende, weil ich hier 3 belgische Maedels kannte, die ich in Brasilien kennengelernt hatte und wir gingen zusammen aus. 
Sonntag fuhr ich dann weiter nach Encarnacion an der argentinischen Grenze, von wo man die Orte Trinidad und Jesus besuchen kann, in denen es jeweils alte Jesuiten-Bauten gibt (keine Ruinen). Diese Bauten wurden nie fertiggestellt, da die Arbeiter irgendwann wieder sinnvollerer Arbeit nachgingen und die Jesuiten alleine dastanden.
Ich waere gern nochmal ins Chaco im Norden gefahren, aber leider fehlt mir die Zeit dazu. Jackl hatte ja viel davon erzaehlt.
Allgemein kann ich sagen, dass es in diesem Land zwar nichts atemberaubendes zu sehen oder erleben gibt, die Leute im allgemeinen aber sehr nett und die Preise sehr geldbeutelfreundlich sind. Heute nachmittag werde ich einen Bus nach Montevideo nehmen, um mir Uruguay nochmal etwas genauer anzuschauen, war ja mit 2 Tagen letztes Mal sehr kurz gekommen.
Bis bald, Thomas

08.02.06|Buenos Aires (Argentinien)    
Ueber meinen Aufenthalt in Buenos Aires gibt es, ehrlich gesagt, nicht allzuviel zu erzaehlen. Mit meinen schwedischen Freunden gingen wir taeglich Shopping und ordentlich Steaks essen und 2 Tage spaeter mussten sie abreisen, der eine Richtung Sao Paulo (Brasilien) und die anderen beiden nach Puerto Iguazu (Argentinien). Weil Wochenende war, checkte ich wieder im Party-Hostal "Lime-House" ein und abends ging es zu den bekannten Houseparties, die in der Regel um 3 Uhr richtig anfangen und ca. 8 oder 9 Uhr morgens aufhoeren.
Tja, und nach dem Wochenende hatte ich einfach die Schnauze voll und buchte kurzerhand ein Busticket fuer den 7.2. nach Asuncion in Paraguay. Dienstag abend fuhr ich los und schlappe 18 Stunden spaeter, also am Mittwoch war ich in Paraguay. Mal schauen, ob es von hier mehr zu berichten gibt oder ich wenigstens mehr Fotos mache.
Bis demnaechst, Euer Thomas

31.01.06|Salta/Rosario/Mar del Plata (Argentinien)    
In Salta im Hostel traf ich dann 2 Englaender, die sich ein Auto mieten wollten, um in die Berge um Salta zu fahren, quasi einen Rundkurs fuer zwei Tage zu unternehmen. Da ich schon von der atemberaubenden Landschaft gehoert hatte und eh noch keinen richtigen Plan hatte, schloss ich mich kurzerhand an. Am 22.1. gings dann mit unserem gelaendetauglichen Ford in Richtung Berge, wo es bald auch keinen Asphalt mehr gab, was um sehr mehr Spass machte. Die Landschaft war wirklich traumhaft und aenderte sich teilweise nach jeder zweiten Kurve und man haette Bilder aller 100 Meter machen koennen. Die Nacht verbrachten wir in einem kleinen Oertchen namens Molinos. Am naechsten Morgen gings dann weiter auf unserem Rundkurs wieder Richtung Salta. Abends gegen 21 Uhr waren wir wieder in Salta, nach 2 Tagen in einer teilweise menschenleeren Landschaft, die sich kaum beschreiben laesst. Dort vergisst man alles.
Am darauffolgenden Tag fuhr ich dann wieder alleine weiter mit dem Bus nach Tucuman, wo ich einen Italiener treffen wollte, den ich in Santa Cruz kennengelernt hatte. Wir gingen gemeinsam aus und am naechsten Tag fuhr ich auch weiter nach Cordoba, da Tucuman nicht so berauschend war.
Auch in Cordoba blieb ich nur eine Nacht und am naechsten Tag fuhr ich weiter nach Rosario, der Geburtsstadt von Che.
Rosario, eine sehr nette Stadt, aber auch nicht der Hammer, wenn man alleine durch die Strassen zieht.
Also gings am darauffolgenden Tag schonwieder weiter nach Buenos Aires, wo ich gleich ins gute alte Limehouse-Hostal eincheckte. War wieder nett, unter gleichgesinnten Leuten zu sein und nach kurzer Zeit lernte ich 3 Schweden kennen, die am naechsten Morgen nach Mar del Plata, einem Kuestenort, fahren wollten. Warum nicht, dachte ich mir, also gings am naechsten Morgen weiter an die Kueste fuer zwei Tage. Hab noch nie in meinem Leben so viele Menschen am Strand gesehen. Man sah erst das Wasser, wenn man schon nasse Fuesse hatte! Aber dafuer war auch die Hoelle in den Discos los. Ja, und gestern sind wir dann gemeinsam wieder zurueckgekehrt nach Buenos Aires, wo wir ein paar Tage bleiben wollen. So, der Plan.
Bis bald, Euer Thomas

20.01.06|SantaCruz/Potosi (Bolivien)    
Ich bin also am 13.1. von Sao Paulo nach Santa Cruz in Bolivien geflogen. Santa Cruz ist eine schoene Stadt, hat aber nichts aufregendes an sich. Da Wochenende war und ich im Hostal coole Leute kennengelernt hatte, sind wir abends durch reichlich vorhandene Discos und Bars gezogen.
Am Sonntag gings dann weiter mit dem Bus ueber Nacht nach Sucre, eine Zwischenstation auf dem Weg nach Potosi. Sucre hat auch einen sehr schoenen Stadtkern und man haette auch noch laenger bleiben koennen. War zu diesem Zeitpunkt uebrigens mit 3 schottischen Jungs unterwegs, die auch nach Potosi wollten. 
Potosi ist mit rund 4100 Metern Hoehe als hoechstgelegene Stadt der Welt bekannt und fuer seine beruehmten Silber-Mienen, die man besichtigen kann. Also buchten wir gleich nach der Ankunft unsere Tour fuer den naechsten Tag. Die Besichtigung der Miene war etwas besonderes und nichts fuer Leute mit Platzangst. Teilweise krochen wir durch Loecher, durch die wir geradeso durchpassten und Sicherheitsvorkehrungen gab es auch nicht. Das Leben der Mienenarbeiter ist eins der haertesten und viele Maenner werden nicht aelter als 42 oder 43 (mit Ausnahmen). Dies liegt an den giftigen Gasen, der harten Arbeit und den Arbeitszeiten, da die Maenner teilweise bis zu 36 Stunden durchrackern, ohne etwas zu essen, wenn sie tagsueber nicht genug Tonnen aus dem Berg geholt haben. Dies halten sie nur durch indem sie staendig Coca-Blaetter kauen, rauchen und 95%-igen Alkohol drinken. Die Coca-Blaetter machen sie fit und verdrengen den Hunger. Kam mir ehrlich gesagt teilweise schlecht vor, da am Rand mit der Kamera zu stehen und bei ihrer harten Schufterei zuzuschauen. Fuer die Maenner hat es aber einen guten Effekt, da die Touris ihnen Dynamit, Coca-Blaetter, Alkohol und Ziggis mitbringen, die sie sonst von ihren aermlichen Einkuenften kaufen muessten (Verdienst zwischen 100 und 200 Dollar). War am Ende froh, wieder an der frischen Luft zu sein. Zum Abschluss durfte dann jeder nochmal ne Stange Dynamit in die Luft jagen, welches man ohne Probleme auf dem Markt kaufen kann.
Am gleichen Abend verliess ich dann, wieder alleine, Potosi mit dem Nachtbus nach Taija, wo ich am naechsten Morgen nach 16 Stunden im Bus ankam. Da ich mich noch einigermassen fit fuehlte, fuhr ich eine Stunde spaeter schonwieder weiter an die argentinische Grenze, die ich 5 Stunden spaeter passierte. Von Oran, einem kleinen Ort nahe der Grenze, brachte mich dann der folgende Bus nach Salta in Argentinien, wo ich abends nach 26-stuendiger Reise ankam. Abends sass ich dann noch mit ein paar anderen Backpackern im Hostal bei ein paar Bierchen und Tischfussball bis zum umfallen. Das solls erstmal wieder von hier gewesen sein. Schaut mal wieder rein, Euer Thomas     

13.01.06|Rio/Kueste/Sao Paulo (Brasilien)    
Am 4.1. sind meine Eltern und ich also nach Sao Paulo geflogen, wo wir uns garnicht lange aufhielten. Es ging gleich weiter mit dem naechsten Bus nach Rio de Janeiro, wo uns die naechsten 3 Tage nur schlechtes Wetter erwartete. Bei diesem Wetter war sogar diese angeblich schoenste Stadt der Welt ein jaemmerlicher Anblick. Auf dem Zuckerhut und der Jesus-Statue war alles neblig und der Copacabana-Strand war wie leergefegt. Gottseidank wurde aber am letzten Tag nochmal schoenes Wetter, sodass wir es nochmal auf den Zuckerhut und die Jesus-Statue gewagt haben. Und siehe da, die Stadt ist ja wirklich schoen und der Anblick von oben einfach traumhaft. Nachdem uns das Wetter doch noch mitgespielt hatte und wir alles gesehen hatten, sind wir am naechsten Tag zur Ilha Grande (bekannte Urlaubsinsel) aufgebrochen. Dort verbrachten wir die letzten Tage gemeinsam am Strand mit Ausfluegen zur gruenen Lagune und zum angeblich schoensten Strand von Brasilien, dessen Name mir entfallen ist. Auf jeden Fall war es wirklich ein Traumstrand. Ja, und gestern in aller Fruehe gings mit dem Bus zurueck nach Sao Paulo, wo meine Ellies gestern abend ihre Heimreise nach Deutschland angetreten haben (ich hoffe, Ihr hattet eine nette Zeit). Bin also seit heute wieder alleine unterwegs und werde schauen, wo mich der Wind die naechsten Tage hintreibt. Bis bald, Thomas  

03.01.06|Foz do Iguazu (Brasilien)    
Ja, ich weiss, hab lange nichts mehr von mir hoeren lassen... Hier also das neueste Update.
Bin dann am 13.12 in Sao Paulo angekommen und die Stadt hat mir von vorn herein nicht gefallen, alles viel zu gross und unuebersichtlich. Was zu sehen gab es leider auch nicht.
Der Entschluss stand fest, ich muss an den Strand. Also bin ich am naechsten Abend mit dem Uebernachtbus 12 Stunden nach Florianopolis gefahren, was im Sueden liegt. Die erste Nacht habe ich noch in der Stadt geschlafen, weil ich´s nicht besser wusste, aber dann bin ich auf die Insel "Ilha Catarina" umgezogen, wo der Strand gleich vor der Tuer liegt. In diesem Ort habe ich meine naechsten Tage bis zum 26.12 in einem Backpacker-Hostal verbracht, wo es wenigstens auch eine Weihnachtsfeier gab. War ein netter Abend, aber halt nicht wie zu Hause.
Am 26.12 bin ich dann abends wieder zurueck nach Sao Paulo gefahren, um dann am 28.12 morgens meine Eltern am Flughafen in Empfang zu nehmen, die mich hier fuer 2 1/2 Wochen besuchen kommen. Nichts wie raus aus der Stadt, also gings gleich mit dem naechsten Bus nach Curitiba, wo fuer den folgenden Tag ein Ausflug mit einem Zug geplant war. Der Weg war das Ziel und die Aussicht war toll, teilweise hingen wir direkt ueber dem Abgrund.
Am naechsten Tag fuhren wir schon weiter nach Blumenau, wo wir uns mal die Kultur der deutschen Auswanderer anschauen und Sylvester feiern wollten. Der Ort war recht nett, aber wie ausgestorben. Dementsprechend war dann auch die "Sylvesterparty". Darueber verliere ich lieber keine Worte. Nebenbei hatten wir uns am 31.12 auch noch Pommerode, die deutscheste Stadt Brasiliens angeschaut, die aber auch wie ausgestorben war.
Am 1.1.2006 ging es endlich zurueck nach Curitiba, wo wir abends einen Flug nach Foz do Iguazu hatten. Tja, und gestern haben wir uns die groessten Wasserfaelle der Welt mal von der argentinischen Seite aus angeschaut und es war der HAMMER (seht die Bilder)!
Heute gings fuer einen kleinen Einkaufsbummel ins Shoppingparadies Ciudad del Este in Paraguay, was gleich nebenan liegt. Morgen in aller Herrgottsfruehe geht es dann mit dem Flieger zurueck nach Sao Paulo, von wo es weiter nach Rio gehen soll.
So, das war´s erstmal wieder von mir. Bis demnaechst, Euer Thomas.  

12.12.05|Buenos Aires(Argentinien)/Montevideo(Uruguay)    
So, heute ist nun mein letzter Tag hier in Buenos Aires angebrochen; Zeit, mal wieder zu schreiben.
Am 1.12 gings also mit dem Flieger ueber Santa Cruz nach Buenos Aires. Buenos Aires ist sehr schoen, vor allem der Stadtteil Boca, aber vor allem fuer sein Nachtleben bekannt, was ich exzessiv miterlebt habe. Die Discos fangen hier erst gegen 3 oder 4 Uhr an und es ueberwiegt die elektronische Musik, sprich House und aehnliches. In meinem Hostal direkt im Zentrum ist nie einer vor 5 Uhr ins Bett, ausser wenn er weiterreisen musste. Hab mir aber natuerlich auch die Stadt angeschaut, unter anderem einen beruehmten Friedhof mit grossen Grabkammern, auf dem auch Eva Peron liegt (siehe Film mit Madonna). Hab auch mal fuer 2 Tage einen Abstecher mit dem Schiff nach Uruguay gemacht, wobei ich sagen darf, dass mir Montevideo sehr gut gefallen hat. Hab meine Kopfhoerer aufgesetzt und "In The Valley" von Midnight Oil gehoert. ;-)
Ja, und am Sonntag wartete dann das Highlight in Buenos Aires auf mich, ich ging mit ein paar Leuten zum Boca Juniors Spiel und es war der Hammer! War ein wichtiges Spiel und am Ende gabs sogar noch einen 2:0-Sieg fuer Boca! Heute Abend werde ich weiter nach Sao Paulo fliegen, mal schauen, obs wirklich so gross und gefaehrlich ist. Euer Thomas 

30.11.05|Punta Arenas/Puerto Montt (Chile)    
Ja, am 28.11 habe ich dann Puerto Natales in Richtung Punta Arenas mit dem Bus verlassen. Hab dann abends in Punta Arenas gleich noch den Ausflug zur Pinguin-Kolonie auf der Isla Magdalena am naechsten Tag organisiert. Bei ordentlich Seegang gings dann mit dem Schiff zur Insel und es war wirklich Wahnsinn, so zwischen den Pinguinen rumzulaufen und nicht zu wissen, wer eigentlich wen beobachtet.
Am 30.11 hatte ich dann meinen Rueckflug nach Puerto Montt, wo ich den Tag auch noch nutzte, um mir Puerto Varas und Frutillar anzuschauen.  Beides sind Orte, wo viele Deutsche (bzw. Nachfahren) leben und die Haeuser auch dementsprechend aussehen. In Puerto Varas gibt es auch einen deutschen Verein, den ich natuerlich besucht habe. Wurde dann ins Kartenspielzimmer eingeladen, wo dann die ganzen "Deutschen" sassen und Karten kloppten. Hatten aber wenig Lust, mit mir zu reden und schon garnicht deutsch, also bin ich gleich wieder los. In Frutillar gibt es ein deutsches Museum, wo die Lebensweise der Einwanderer um 1860 bis 1900 nachgestellt wird und dementsprechend Haeuser nachgebaut wurden (siehe Fotos).
Abends gings dann mit dem 12-Stunden-Uebernachtbus wieder auf nach Santiago, wo ich ja am 1.12 meine Reise per Flieger nach Buenos Aires ueber Santa Cruz antrete.
Meld mich also wieder aus Argentinien, viele Gruesse Thomas 

27.11.05|Patagonien (Chile/Argentinien)    
Hallo aus Chile ins weihnachtliche Deutschland. Tja, was soll ich schreiben, nachdem ich am 21.11 in Valdivia ankam, musste ich feststellen, dass ich die Wolken und den Regen irgendwie mitgezogen hatte. Bin dann gleich erstmal in die oertliche deutsche Brauerei "Kunstmann" gefahren und habe Kasslerrippchen und a´ Mass trunk´n. Da das Wetter am naechsten Tag genauso bescheiden war, gings mit dem Bus gleich weiter nach Puerto Montt, ein netter Kuestenort mit einem Cafe namens "Dresden". Von da hatte ich naemlich am 23.11 einen Flug runter nach Patagonien nach Punta Arenas. In Punta Arenas angekommen, gings gleich weiter mit dem Bus nach Puerto Natales, von wo man Trekkingtouren in den beruehmten Nationalpark "Torres del Paine" startet. Hab noch am gleichen Abend alles organisiert.
Also gings am 24.11 mit einem Tagesausflug nach Argentinien zum Moreno Gletscher, wohl einem der groessten Gletscher von die ganze Welt. Der Anblick war atemberaubend. Er bewegt sich taeglich 2 Meter und das hoert man auch wenn man davor steht, er macht staendig aechzende und knackende Geraeusche und haeufig kalbt er auch, wie man so schoen sagt.
Nach diesem krassen Erlebnis fuhr ich dann am naechsten Tag fuer 3 Tage in den erwaehnten Nationalpark, wo ich noch am ersten Tag am "Grey Glacier" ankam, der auch sehr imposant war, aber nicht so krass wie der Moreno. Hab gleich im Camp daneben uebernachtet (nicht im Zelt), um am folgenden Tag per Fuss, Boot und Bus zum Camp bei den "Torres del Paine" zu gelangen und dort zu naechtigen. Der Fussmarsch war wirklich Wahnsinn; Gletscher, schneebedeckte Berge, Seen, Fluesse, Papageien und schoene Taeler um mich rum. Werd ich nicht so schnell vergessen! Am naechsten Morgen wollte ich dann zu den "Torres" hinaufsteigen, aber Schneefall und Nebel machten mir einen Strich durch die Rechnung, sodass ich unverrichteter Dinge wieder ins Tal ging. Die "Torres" sind uebrigens eine bekannte Felsformation, die sich hier jeder angucken will (wollte), so auch ich. Tja, und am 27.11 war ich dann wieder zurueck aus dem Paradies in der kleinen netten Stadt Puerto Natales. Die letzten Tage habe ich wirklich traumhafte Landschaften gesehen, aber ich muss sagen, ich bin kein Hiking- bzw. Trekking-Typ. Da haben genug Leute bei Schnee und Regen im Zelt geschlafen, ICH NICHT! Viele Gruesse, Euer Thomas      

21.11.05|Santiago/Pucon (Chile)    
Halloechen aus Chile. Nach nur 2 Tagen in Bogota gings dann in der Nacht zum Mittwoch, also quasi am 16.11 mit dem Flugzeug auf in Richtung Chile. Ich musste aber in Santa Cruz in Bolivien zwischenlanden und dort eine Nacht verbringen, bevor es dann am 17.11 weiter nach Santiago de Chile ging, wo ich nachmittags bei herrlichem Wetter ankam. Santiago ist uebrigens eine tolle Stadt, soweit ich das in der kurzen Zeit sehen konnte. Das Wetter liess mich hoffen, dass es im Sueden auch so waere, wo ich Touren in die Natur machen wollte und da ich nicht viel Zeit habe, entschloss ich mich, noch abends um 22 Uhr mit dem Bus weiter zum Lake Destrikt in den Ort Pucon zu fahren. Gesagt, getan, also bin ich am naechsten Morgen in Pucon angekommen. Hatte also in 2 Tagen fast den kompletten suedamerikanischen Kontinent ueberquert. Pucon, wo ich gerade auch noch bin, ist ein netter beschaulicher Ort am Fusse des Vulkanes Villarrica, der mitten im Lake Destrikt liegt.
Ich bin jetzt seit 4 Tagen hier und habe eigentlich die ganze Zeit nur darauf gewartet, endlich diesen Vulkan besteigen zu koennen. Dieser Vulkan ist aktiv, d.h. er speit Lawa und man kann mit dem Snowboard wieder runterduesen. Das waere ein Highlight meines Tripps geworden. Leider ist im ganzen Sueden seit Tagen sch... Wetter und es regnet zu oft oder es ist bewoelkt. Ich stehe seit 3 Tagen 6 Uhr auf, renne zum Touroperator damit der mir sagt, "Heut wird wieder nischt!". Hab die Tage genutzt, um mir Seen und die restliche Landschaft anzuschauen, die wunderschoen ist.
Nachdem ich heute frueh wieder ein "Nein" gehoert habe, habe ich mich dann entschlossen, heute, also quasi in einer Stunde, weiter in die "deutsche Enklave" Valdivia zu fahren, die ca. 3 Stunden entfernt liegt. Aber das Wetter soll da auch nicht besser sein! Mal schaun. ;-)   

14.11.05|Cartagena (Kolumbien)    

Die Jungs sind dann doch nicht nach Caracas zurueckgeflogen, nur um den Rucksack dort abzuholen. Nach ein wenig Ueberzeugungsarbeit waren sie dann auch der Meinung, den Rucksack lieber telefonisch nach Cartagena zu bestellen. Also fuhren wir am Mittwoch, den 9.11., mit dem Uebernachtbus nach Cartagena, wo wir auch "schon" nach 21 Stunden ankamen. An diesem Wochenende sollte dort naemlich, wie jedes Jahr, eine grosse Unabhaengigkeitsparty steigen und die Miss-Kolumbien-Wahl stattfinden. Das wollten wir uns mal anschauen. Ausserdem wollten wir mal etwas Sonne und Strand haben. 
Die Party, die uebers ganze Wochenende ging, bestand darin, dass sich die Leute teils verkleideten, auf den Strassen feierten und gegenseitig mit Wasser, buntem Puder und Schaum aus Spraydosen beschossen. Wie auf Bild in der Gallerie zu sehen ist, haben wir ordentlich mitgefeiert. ;-) Von der offiziellen Miss-Kolumbien-Wahl haben wir nicht allzuviel mitbekommen, aber es fand parallel noch eine kleinere Wahl mit besonderen Kostuemen statt und wir haben viele dieser Maedels mal gesehen, weil sie am Tag der Wahl aus dem Haus direkt gegenueber von unserem Hostal herauskamen. Leider hatten wir mit dem Wetter etwas Pech und konnten Sonne und Strand nur einen Tag geniessen.
Da wir Sonntag dann mittlerweile auch schon genug gefeiert hatten, entschlossen wir uns, am Montag frueh wieder nach Bogota zu fliegen. Keiner hatte Lust, nochmal ueber 20 Stunden mit dem Bus zu fahren. Uebrigens war bis zu unserem Abflug aus Cartagena der Rucksack von Mattu immer noch nicht da. Scheiss IBERIA!!! 



02.11.05|Medellin/Bogota (Kolumbien)    
Letzten Dienstag, also am 28.10, bin ich also aus Cartagena in Richtung Medellin aufgebrochen. Ich nahm einen Nachbus, der normalerweise 13 Stunden bis Medellin braucht, am Ende habe ich aber geschlagene 19 Stunden gebraucht. Also kam ich anstatt frueh um 9 Uhr erst nachmittags an. Bin dann durch die Stadt gelaufen, hab ein paar Bilder gemacht und wollte eigentlich ein Hotel suchen. Die Stadt an sich ist sehr schoen und macht einen freundlichen Eindruck. Leider fing es aber irgendwann an, in Stroemen zu regnen. Ausserdem war ich ziemlich kaputt von der Busfahrt, also entschloss ich mich, noch am gleichen Abend weiter nach Bogota zu fahren. Der Bus brauchte anstatt ueblichen 9 Stunden wieder 13 Stunden. Naja, irgendwann hatten wir es aber endlich nach Bogota geschafft und ich bin zum bekannten Hostal Platypus gefahren und da bin ich auch heute noch. Es ist supercool hier, da es einen Gemeinschaftsraum und eine Gemeinschaftskueche gibt, wo man sich jeden Abend trifft. Hab auch schon Spaghetti gekocht und das Essen wurde in hoechsten Toenen gelobt. ;-) Bogota selber ist wunderschoen und supersauber. Gleich in der Naehe gibt es ein paar Bars, wo man abends nett "abhaengen" kann. Vorgestern waren wir in der Catedral de Sal, eine Kathedrale, die sich in einem Salzbergwerk befindet, was auch noch aktiv ist. War echt imposant, in den Stollen rumzulaufen und am Ende wirklich in einer Art Kirche anzukommen. Den Tag zuvor sind wir auf den Berg Monserrate mit der Seilbahn gefahren, um mal einen netten Blick auf die Stadt zu werfen. Haben aber leider nicht viel gesehen, da es sehr wolkig war. Lustig war es allemal. Uebrigens war hier in den letzten Tagen bezueglich Helloween ganz schoen was los. Ueberall in den Strassen traf man maskierte Leute und ich habe auch ein paar Bilder von Kids mit Kostuemen gemacht.  Seit vorgestern abend habe ich auch Besuch aus Deutschland da. Mein Freund Micha und zwei Freunde waren am 28.10 in Caracas in Venezuela angekommen. Da ein Rucksack fehlte und Caracas auch nicht den besten Eindruck gemacht hat, hatten sich die drei entschlossen, kurzerhand nach Bogota zu fliegen, wo sie eventuell hofften, mich zu treffen und ausserdem die Verwandschaft zu besuchen. Tja, und zufaelligerweise waren Micha und ich gleichzeitig im Internet an dem Abend und so war es nur noch ne Frage von 1 bis 2 Stunden bis wir uns trafen, um gemeinsam einen trinken zu gehen und das Wiedersehen zu feiern. Jetzt ist die Frage offen, was die Jungs machen, da sie wegen dem Rucksack nochmal nach Caracas muessen. Ich habe aber so von Cartagena geschwaermt, dass wir uns vielleicht in Cartegena nochmal treffen. In Bogota ist es naemlich ziemlich frisch abends und an der Kueste ist es schoen warm.  Mal schauen, was kommt! ;-)  

24.10.05|Cartagena (Kolumbien)    

Tja, im Nachhinein kann ich also erzaehlen, dass nichts aus der Rafting-WM geworden ist, weil einfach keine Unterkunft zu finden war und ich auch noch paar Sachen in Quito zu organisieren hatte. Zum Beispiel musste ich mir noch ein Flugticket nach Cartagena in Kolumbien kaufen, wo ich auch heute noch bin.
Ich weiss, ich wollte eigentlich Kolumbien weglassen, weil in Deutschland viele Warnungen ausgegeben wurden und entsprechende Beitraege im TV gezeigt wurden. Ich hatte aber in den letzten Wochen so viele Leute getroffen, die mir gesagt haben, dass man in Kolumbien mit etwas Vorsicht schon recht sicher reisen kann und dass es vor allem ein wunderschoenes Land ist und die Leute sehr freundlich. Also habe ich mich doch entschieden, mal rueberzuduesen.
Ich bin also letzten Montag ueber Bogota nach Cartagena geflogen. Ich kann fuer Kolumbien noch kein grosses Urteil abgeben, aber diese Stadt, vor allem die Altstadt, ist wunderschoen und kann mit Recht zu einer der schoensten Staedte Suedamerikas gezaehlt werden (siehe Galerie). Die Leute sind auch sehr freundlich und aufgeschlossen.
Ja, nun bin ich also seit 8 Tagen hier und habe fast jeden Tag am oertlichen Strand verbracht. An einem Tag habe ich mal mit einem Boot einen Ausflug zum schoenen Playa Blanca (+Oceaneum) gemacht, aber das wars auch schon. Hatte Sonne echt noetig und bin mittlerweile brauner als mancher Einheimische und das ist nicht uebertrieben.
Da ich also so einen tollen Eindruck von diesem Land gewonnen habe, werde ich mir wohl noch das eine oder andere Staedchen anschauen. Eine Tour zur verlorenen Stadt, die ich mir in den Kopf gesetzt hatte, werde ich vielleicht weglassen, weil die Tour 6 Tage dauert und mitten in den Dschungel geht.



12.10.05|Latacunga/Cotopaxi (Ecuador)    
Am 5.10 sind wir dann also von Baños aus Richtung Latacunga aufgebrochen, um von dort eine Tour zur Besteigung des Cotopaxis zu organisieren. Der Cotopaxi ist ein Vulkan, der beachtliche 6003 Meter hoch ist. Wir buchten unseren dreitaegigen Tripp so, dass er am Samstag den 8.10 starten sollte. So hatten wir noch genug Zeit, um in den Ilinizas zu hiken und uns den Quilatoa-Krater anzuschauen. Dies war noetig, um sich an die Hoehe und die Anstrengung in der Hoehe zu gewoehnen. Also fuhren wir nach El Chaupi, einen Ort, der am Fusse der Ilinizas liegt. Die Ilinizas bestehen aus zwei Bergen, die ca. 5000 Meter hoch sind. Am 6.10 kletterten wir also in den Bergen rum, was relativ anstrengend war und am 7.10 fuhren wir zum Quilatoa-Krater. Dort konnten wir zwar nicht hiken, weil es zu spaet war, als wir ankamen, aber ein netter Ausblick war es allemal. Abends sind wir noch nach Latacunga zurueckgefahren.
Am Morgen des 8.10 ging es dann endlich los, auf zum Cotopaxi-Nationalpark. Am ersten Tag zelteten wir in 3800 Meter Hoehe und schauten uns zu Aklimationszwecken noch eine Lagune an. Hab die Nacht kaum geschlafen, da es schweinekalt war. Am naechsten Morgen fuhren wir zum Parkplatz am Cotopaxi, der in 4600 Meter Hoehe liegt und kletterten rauf zum Refugio (Basiscamp), welches auf 4800 Meter liegt. Fuer die laecherlichen 200 Meter braucht man sage und schreibe 1 Stunde. So, nun wurde es langsam ernst! Gluecklicherweise hatte ich Null Probleme mit der Hoehe, d.h. ich hatte weder Kopfschmerzen, Schwindelgefuehl noch Appetitlosigkeit (im Gegenteil, ich hatte andauernd Hunger). Um 18 Uhr gings dann ins Bettchen, weil wir um 23 Uhr schonwieder aufstehen mussten. Auch in dieser Nacht habe ich so gut wie nicht geschlafen. 23 Uhr aufgestanden, angezogen, etwas gegessen und 0 Uhr gings dann los. Die erste Stunde war noch ganz "angenehm", obwohl man im Sand 3 Schritte nach vorn macht und 2 wieder zurueckrutscht. Nach einer Stunde erreichten wir dann den ersten Gletscher und wir gingen mit Steigeisen und Eisaxt weiter. Leider war/ist meine Kondition zu schlecht und so hingen wir nach 3 Stunden schon ziemlich der Zeit hinterher, wenn wir den Gipfel noch erreichen wollten. Hatte extra 10 Tage nicht geraucht und nichts getrunken! Ich muss auch sagen, dass es extrem steil war. Ca. um 4 Uhr musste ich dann leider aufgeben, weil ich aller 10 Schritte ne Pause brauchte und somit Sarah auch aufgehalten habe. Also habe ich die schwere Entscheidung getroffen und bin mit dem Guide zurueckgegangen, waehrend Sarah mit zwei anderen Verrueckten weiter gegangen ist. Letztendlich habe ich es bis ca. 5400 Meter geschafft, aber was solls! Die anderen haben es bis 5700 Meter geschafft und waren ungefaehr 6 Stunden spaeter wieder zurueck im Refugio. Ausser einem Schweitzer-Team hatte es an diesem Tag keiner zum Gipfel geschafft.
Alles in allem war es trotzdem eine interessante Erfahrung und ich weiss jetzt, das ich kein guter Bergerklimmer bin. Na und!! ;-)
Jetzt bin ich seit 2 Tagen wieder in Quito. Vielleicht fahre ich am Wochenende zur WM im Rafting, welche diesmal hier in Ecuador stattfindet.


04.10.05|Baños (Ecuador)    
Wie geplant sind wir (Matt aus England und Sarah aus USA) am Freitag nach Baños gefahren, um uns dort uebers Wochenende etwas von Quito zu erholen. Heute ist Dienstag und ich bin immernoch hier. Eigentlich haette ich seit gestern wieder Spanisch- und Salsa-Unterricht in Quito, aber Baños hat mich nicht losgelassen, also habe ich abgesagt. Baños ist ein ruhiger vertraeumter Ort mitten in den Bergen, ist ist sehr gruen und man kann hier ne Menge in der Natur unternehmen.
Wir haben auch 4-5 Leute aus dem Hostal "Crossroads" (in Quito) wiedergetroffen.
Samstag haben wir gleich ne Radtour gemacht. Sonntag war dann supergeil, weil Matt, Sally (Australien) und ich uns Quads ausgeliehen haben und in die Berge gefahren sind. Die Wege waren wirklich offroad und es war das Beste, was ich bisher in diesem Urlaub gemacht habe. Montag, quasi gestern, haben Matt und ich ne River-Rafting-Tour gemacht, die auch nett, aber nicht superspektakulaer war. Das naechste Mal muss es ein Fluss der Schwiereigkeitsklasse 4-5 sein. ;-)
Tja, heute bin ich allein etwas in den Bergen rumgekraxelt, das nennt man in Fachkreisen "Hiking"! ;-) Dies dient dazu, um mich schonmal etwas an die Anstrengung in der Hoehe zu gewoehnen. Sarah und ich wollen naehmlich am Wochenende den Cotopaxi besteigen. Dies ist einer der schoensten Vulkane von Ecuador. Morgen gehts deswegen in die Berge nach Latacunga, um von dort zu einigen Bergen zu "hiken".
Mal sehen, was aus dem Plan wird...

29.09.05|Quito (Ecuador)    
Morgens! Wie ich es schon letzte Woche angekuendigt hatte, sind Matt (aus England) und ich am Samstag mit einem Touroperator (Biking Dutchman) zum Cotopaxi gefahren, um dann nahe dem Basiscamp unsere Downhill-Tour zu starten. Die Bikes waren super, das Wetter war genial (siehe Bilder) und die Abfahrt schoen steil. Um ehrlich zu sein, habe ich mich anfangs ziemlich bloed angestellt weil ich Schiss hatte und bin mit angezogener Bremse den Berg "runtergerutscht". Nach einer Weile gings dann aber und es hat tierischen Spass gemacht. Leider habe ich kaum Bilder, weil ich meine Kamera dann doch lieber in den Jeep gelegt habe, der uns begleitete. Um 17 Uhr waren wir wieder zurueck in Quito und abends gings in die Bars und Diskotheken, um Salsa zu praktizieren. Die Woche ueber war ich, wie nicht anders zu erwarten, jeden Tag bei meinem Spanischkurs. Mittlerweile nehme ich 5 Stunden pro Tag und es schlaucht ganz schoen. Muss mich nachmittags immer erstmal hinlegen, um abends weggehen zu koennen.
Seit gestern nehme ich auch Salsa-Stunden und ich kann sagen, dass ich mich recht gut anstelle (sagt zumindestens meine Lehrerin!). ;-) Heute war die zweite Stunde und wir sind schon ordentlich ueber die Tanzflaeche gefegt!
Ansonsten reisen nun mittlerweile meine liebgewonnenen Freunde ab, auch Pedro, mit dem ich 14 Tage unterwegs war, ist gestern abgereist. Er sieht uebrigens aus wie Alan Delone (oder so aehnlich) mit seinen blauen Augen und schwarzen Haaren.
Wenn morgen alles so laeuft wie geplant, fahren wir morgen uebers Wochenende nach Banos. Dort gibts heisse Quellen und man kann der Stadt entfliehen.
Bis demnaechst, Thomas

22.09.05|Quito (Ecuador)    
So, nun bin ich also seit einer Woche in Quito. Mittlerweile habe ich sogar schon meine ersten 4 Tage Sprachschule hinter mir und ich glaube, ich mache Fortschritte. Ich habe jeden Tag 4 Stunden Einzelunterricht. Ich wohne in einem Hostal namens "Crossroads", welches sich quasi direkt im Zentrum von Mariscal befindet, wo alle Backpacker abhaengen. Ich habe ein Bett in einem Gemeinschaftszimmer (Dorm) bezogen. Mittlerweile kennen sich alle im Hostal. Wir sitzen abends zusammen auf dem Dach am Kamin, gehen gemeinsam essen/aus oder spielen Karten. Jeden Abend ist irgendetwas los. Deswegen faellt es mir auch schwer, diese "Kommune" zu verlassen, um bei einer Familie zu wohnen. Dort wuerde ich sicher schneller Spanisch lernen, naja vielleicht mach ich es ja doch noch. Alles in allem ist es zur Zeit ein herrliches Leben, ausser dass ich jeden Frueh raus muss, da die Schule um 8:30 Uhr beginnt. Am Wochenende waren wir im historischen Zentrum der Stadt, wo ich auch ein paar nette Bilder gemacht habe (siehe Galerie). Leider hatte die letzte Woche aber auch nicht nur schoene Seiten, sondern auch eine schlechte. Letzten Freitag Nacht wurde ich ausgeraubt. Klingt komisch, ist aber so! Drei Typen waren binnen kurzer Zeit auf mir drauf und haben mir meine Hose zerrissen und mir meine Kohle abgenommen. Gluecklicherweise waren es aber noch recht nette Gangster, da sie mich nicht verletzt haben. Puhh, Glueck gehabt! Ab jetzt gehe ich nachts nicht mehr diese Strasse entlang, weil letzte Woche fast jede Nacht Leute an der gleichen Stelle ausgeraubt wurden.
So, das wars erstmal wieder. Am Samstag geht es eventuell zum Vulkan Cotopaxi, um dann vom Basiscamp aus mit dem Mountain-Bike den Berg runterzuduesen. Soll super sein.

Sonnige Gruesse aus Quito, Thomas



15.09.05|Quito (Ecuador)    
So, nun bin ich wieder up to date und werde zukuenftig das Tagebuch etwas zeitnaher pflegen. ;-) Wir haben heute den 15.9.2005 und wir sind seit gestern in Quito. Der gestrige Tag war nicht so toll, weil ich krank war und weil ich das, was ich heute alles ins Tagebuch geschrieben habe, gestern schonmal getippt habe, gestern aber alles verloren ging. Es ist ein sonniger Tag, mir geht es wieder besser und ich werde mich heute nach einer geeigneten Sprachschule umschauen, wo ich dann 4 bis 6 Wochen Spanischunterricht nehmen will. Hier gibt es eine Unmenge von diesen Schulen, aber ich habe schon ne Menge heisse Tipps bekommen.
So, das war erstmal ne Menge Stoff fuers Erste.
Sonnige Gruesse aus Quito, Thomas

14.09.05|Tumbes(Peru)/Cuenca(Ecuador)    
Nach 2 Naechten im Bus ging es mir in Tumbes noch erstaunlich gut. Es war echt ein Abenteuer, die Grenze ordnungsgemaess zu passieren. Gott sei Dank reise ich seit dem Nachbus nach Trujillo mit einem Portugiesen, der perfekt spanisch kann und auch schon 7 Monate unterwegs ist. Mit an Bord ist seitdem auch ein englisches Paerchen nebst 2 kleinen Kindern. Ja, sowas geht!! Den Ausreisestempel musste man sich irgendwo im Grenzort Aguas Verdes holen, dann die chaotische Grenzbruecke (siehe Galerie) ueberschreiten um dann wieder irgendwo im Grenzort von Ecuador den Einreisestempel zu bekommen. Aber fuer einen Dollar fuehrte uns ein Junge zu allen wichtigen Stationen. Gracias Chico! Und weil wir noch nicht genug im Bus gesessen hatten ging es auch gleich weiter mit dem Bus 5h nach Cuenca in Ecuador. An diesen Ort habe ich ja schlechte Erinnerungen (stimmts Martin!), weil mir hier damals im Busbahnhof mein kleiner Rucksack gestohlen wurde. Im Hotel mit Kuechennutzung gabs abends erstmal Spaghetti (ich weiss, ist bestimmt falsch geschrieben) und was soll ich sagen, die Englaender koennen eben nicht kochen. Das Maedel uebernam die Rolle des Kochs und meinte, es werde uns bestimmt super schmecken und wir sollen uns doch ueberraschen lassen. Mann, es war echt schlecht und dann fragt sie mich auch noch, ob es denn so lecker schmecke, wie sie prophezeit hatte. Am naechsten Tag haben wir uns Cuenca angeschaut und abends gings auch schon wieder weiter 8h nach Quito, natuerlich mit dem Nachbus, um Zeit und Kohle zu sparen.

12.09.05|Trujillo (Peru)    
Am gleichen Abend bin ich dann noch mit dem Nachtbus 8h nach Trujillo gefahren, um mir dort die Sonnen- und Mond-Pyramiden der Moche (ca 1300 erbaut) und die Chan Chan-Ruine (ca 850-1000 erbaut) anzuschauen. Die Mondpyramide, die zur Zeit freigelegt wird und von der ich auch Bilder gemacht habe, hat mich mehr beeindruckt als die beruehmte Stadt Machu Picchu, die man auch gross auf dem Einstiegsbild sieht. Sie wurde stufenweise aufeinander erbaut und man kann zahlreiche Wandgemaelde bestaunen. Bis jetzt ist erst ein Bruchteil freigelegt. Die Chan Chan-Ruine ist von ihren Ausmassen her enorm, das groesste Bauwerk, was ich bis jetzt gesahen habe. Kommt leider auf den Bilder garnicht so rueber!Am gleichen Abend gings dann noch weiter mit dem Nachtbus 10h nach Tumbes, von wo man aus nach Ecuador kommt.

10.09.05|Huaraz (Peru)    
So, wird ja mal wieder Zeit, was zu schreiben. Meine naechste Station sollte nun Huaraz in den Anden sein. Wie mir empfohlen wurde, bin ich tagsueber mit dem Bus 8h dorthin gefahren. Und es hatte sich wirklich gelohnt. Der Aufstieg in 3100 Meter Hoehe war atemberaubend und ich hab auch ne Menge Bilder gemacht (siehe Galerie). Zur Abwechslung spielte dann der ganze Bus Bingo, der Preis war ein Rueckfahrticket nach Lima. Wie man sieht, habe ich nicht gewonnen. ;-) Huaraz ist ein beschaulicher Ort, der von sage und schreibe mehr als 50 Bergen eingerahmt ist, die hoeher als 5700 Meter sind. Eigentlich wollte ich am naechsten Tag weiterfahren, aber ich blieb 3 Tage. Nach einer kalten Nacht hab ich dann am naechsten Tag den Aufstieg zur Laguna Churup (4500 Meter) gemacht, aus Akklimatisationsgruenden und weil die Bilder genial waren, die ich vorher gesehen hatte. Hab mich selten in meinem Leben so geschunden wie diese 7 Stunden. Hatte 5 Tage danach noch Muskelkater. Bin um 16 Uhr ins Bett und hab 14 Stunden geschlafen! Am naechsten Tag hab ich ne Tour zu den Ruinen von Chavin gemacht, die vom Volk der Moche vor ca 3500 Jahren erbaut wurden! Wahnsinn! Am letzten Tag vor meiner Abreise bin ich dann noch zur Laguna Llanganuco gefahren, die am Fusse des hoechsten Berges von Peru liegt. Es ist der Huascaran mit 2 Spitzen, wovon die hoehere 6768 Meter hoch ist. Auf der Rueckfahrt hab ich mir noch die Ueberreste der Stadt Yungay angeschaut, die 1970 von einem Erdbeben komplett zersteort wurde. Insgesamt starben damals mehr als 70.000 Menschen. Das Glueck war mir hold und so verschwanden dort zum Sonnenuntergang alle Wolken um den Huascaran und ich konnte geniale Bilder machen (siehe Galerie).

06.09.05|Lima (Peru)    
"Herr Knobloch bitte dringend zur Gepaeck-Nachkontrolle!" schallte es aus den Lautsprechern des Dresdner Flughafens. Na das faengt ja toll an dachte ich mir. Also war nichts mit grosser Abschiedszeromonie, anstatt dessen musste ich hetzen und meinen gut geschnuerten Rucksack wieder auseinander reissen, um ein billiges Feuerzeug rauszunehmen, was eventuell das Flugzeug in Brand haette stecken koennen. So´n Quatsch! Naja, bin nun nach insgesamt ca 17 Stunden im Flugzeug in Lima angekommen und hab auch gleich ein cooles Hotel im alten spanischen Stil bezogen, was so verwinkelt ist, dass ich erstmal 5 Minuten meine Schlafbuchte suchen musste. Der Start in Sao Paolo in Richtung Lima war uebrigens von der sehr ueblen Sorte. Carsten, Du haettest Deine "Freude" gehabt! Alle haben sich die Koepfe eingerammelt trotz Festklammerns an den Sitzen und alle haben Blut geschwitzt, ausser meine beiden alten japanischen Damen, die neben mir sassen. Die hat das nicht gejuckt, wahrscheinlich waren die frueher Kamikaze-Pilotinnen, alt genug warn sie ja. Bin nun auch nicht mehr alleine, weil ich meinen Nachbarn (einen Ami) schon kennengelernt habe, mit dem ich dann noch auf ein zwei Bierchen gehen will, wenn der Jetlag nicht noch allzu hart zuschlaegt! ;-)
So, Bilder und nennenswertere Geschichten kommen demnaechst in diesem Theater.
Es gruesst der Thomas.  

30.08.05|Zu Hause    
Den ersten Eintrag mache ich noch von zu Hause. Bin in den letzten Vorbereitungen, hab die letzten Impfungen jetzt hinter mir und frage mich 7 Tage vor Abreise immer noch, was ich nun eigentlich mitnehmen soll außer Kohle, Flugtickets und ein paar Shirts. Immerhin will ich runter ins kalte Feuerland, aber auch in den heißen Dschungel Brasiliens. Leider kann ich mir dort in meiner Größe immer schlecht was nachkaufen, da die Leute dort meist einen halben Meter kleiner sind als ich. ;-) Also heißt es "gut überlegt", denn der Rucksack ist auch nicht riesig!


Reisetagebuch
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Hier findet ihr die Gallerien


01. Peru - Lima
02. Peru - Huaraz
00. zu Hause
03. Peru - Trujillo
04. Peru - Grenze/Ecuador - Cuenca
05. Ecuador - Quito1
06. Ecuador - Quito2
07. Ecuador - Baños
08. Ecuador - Latacunga/Cotopaxi
09. Kolumbien - Cartagena
10. Kolumbien - Medellin/Bogota
11. Kolumbien - Cartagena
12. Chile - Santiago/Pucon
13. Chile/Argentinien - Patagonien
14. Chile - Punta Arenas/Puerto Montt
15. Argentinien - Buenos Aires
16. Uruguay
17. Brasilien - Foz do Iguazu
18. Brasilien - Rio/Kueste/Sao Paulo
19. Bolivien - Santa Cruz/Potosi
20. Argentinien - Salta/Rosario/Mar del Plata
21. Argentinien - Buenos Aires
22. Paraguay - Asuncion/Encarnacion
23. Chile - Osterinseln
24. Französisch Polynesien
25. Chile - Santiago
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